Von Portugal nach Ghana nach Kanada - what a year!!!

Schlagwort: Portugal (Seite 2 von 3)

Hot Greetings from the west

IMG_1130Da sich in den vergangenen Tagen die tragischen Vorkommnisse Zuhause förmlich überschlagen haben und wir auch einen Einbruch in unsere Wohnung wegzustecken hatten, den jetzt zum Glück meine Mama von Zuhause aus mit Polizei, Versicherung und Co. managed, haben wir die letzte Woche aufgrund unserer Betroffenheit eher ruhig verbracht. Außerdem kletterte am Wochenende das Quecksilber auf fast unerträgliche 38° und das in einem windstillen Coimbra. Auch deshalb lies die Motivation für etwaige Aktivitäten somit etwas zu wünschen übrig. Aber zumindest haben wir hier in Portugal die seltene Gelegenheit an solch heißen Tagen auch spontan ans Meer zu fahren. Und somit packten wir unsere sieben Sachen und machten einen weiteren Abstecher in Figueira da Foz, wo sich bei knappen 30°, der würzigen Seeluft und der erfrischenden Meeresbrise die heißen Sommertage sehr angenehm gestalten lassen. IMG_1243Zwar wird der Atlantik seinem Ruf, besonders frisch zu sein, nach wie vor gerecht, aber zum Abkühlen der Zehenspitzen eignet er sich wunderbar! 😉 Somit schicke ich euch hitzige Grüße aus Portugal!

Back in town in Coimbra

Seit Samstag sind wir wieder in Coimbra und wir beide genießen es sehr wieder hier zu sein und diese idyllische Stadt mittlerweile als ein weiteres Stück Zuhause zu erleben. Vor allem tut es unglaublich gut nach 10 Tagen eher fröstelndem und feucht-unfreundlichem Azorenwetter endlich wieder Sommer und Sonnenschein zu erfahren. Auf jeden Fall bin ich nach unseren Erfahrungen auf São Miguel, dem von diversen Wetterberichten bekannten Azorenhoch, von nun an mehr als skeptisch eingestellt. 😉
Da unser Flugzeug am Freitag übrigens doch erst mit reichlicher Verspätung starten konnte und wir somit unseren Zug nach Coimbra definitiv nicht erwischt hätten, mieteten wir uns für eine Nacht in einem etwas schwindligen Hotel in einer noch zwielichtigeren Ecke Lissabons ein Zimmer, das zwar nicht unbedingt einladend war, aber dennoch die Basics bereitstellte. Zumindest hatten wir ein Dach über den Kopf, der Herr, der sich als Rezeptionist ausgab, war sehr bemüht und wir haben definitiv unsere Geldbörse geschont.
IMG_1035Und gelohnt hat sich dieser Abstecher dann doch noch sehr. Denn den Tag darauf haben wir im wunderbaren Belem, einem historischen Stadtteil Lissabons verbracht und uns dort einem spontanen Sightseeingtrip hingegeben. Neben der Besichtigung des Mosteiro dos Jerónimos und dem Torre de Belem, wiederum beides eindrucksvolle Bauten, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen und dem Padrão dos Descobrimentos, ein Denkmal für portugiesische Seefahrer und Entdecker, IMG_1045lernten wir ein paar atmosphärische Plätze Lissabons kennen, die Lust auf mehr machen. Vorerst bleiben wir jedoch in Coimbra, lassen die abenteuerlichen Erlebnisse der letzten zwei Wochen wirken und erfreuen uns der portugiesischen Sonne, die mittlerweile zeigt, was sie wirklich drauf hat!

To sum up the Açores

IMG_0704Nach neun Tagen Azoren heißt es für uns Resümee zu ziehen. Also gut. Die Insel São Miguel ist sehr grün und sehr klein. Das Wetter ist mehr als durchwachsen und von den vier Jahreszeiten, die man hier, wie schon erwähnt, innerhalb eines Tages erleben soll, wird die Insel in erster Linie durch die herbstliche beherrscht. Das heißt für alle, die sich im Rahmen ihres Urlaubes Sommer, Strand und Sonnenschein erwarten, kommen hier wahrscheinlich weniger auf ihre Kosten. Und da auch wir uns eher zu den Sonnenanbetern zählen, lies das Wetter für uns mal wieder sehr zu wünschen übrig. IMG_0831Dennoch kann ich behaupten, dass wir uns den gutgemeinten Ratschlag der Azorianer: „Here you have to go with the flow, the weather doesn’t matter” zu Herzen genommen zu haben und ein dementsprechend abwechslungsreiches sowie intensives Programm, das so manches Abenteuer für uns bereit hielt, erlebt zu haben. Neben dem Besuch sämtlicher Aussichtsplattformen,  an denen meine neue Kamera Höchstleistungen vollbrachte, einem Abstecher an den einzigen Teeplantagen Europas IMG_0587 sowie in einer vorzüglichen Schnapsbrennerei, dem Kennenlernen sämtlicher Wanderwege, vor allem um unterschiedliche Seen in den typischen Kraterlandschaften dieser Vulkaninsel, und diverser Bäder in natürlichen heißen Quellen, durften wir am Mittwoch auch noch das Coasteering als großartiges Highlight unserer Zeit auf den Azoren erfahren. Dabei kletterten wir, ebenso geführt durch unsere Guides Paolo und Carlos des Azorean Active Blueberry Teams, die Felswände der Küste entlang, schnorchelten in den Buchten des Atlantiks und konnten im Zuge dessen ein weiteres Mal ein Stück Unterwasserwelt des Ozeans kennenlernen. Somit dürfen wir sowohl das Canyoning als auch das Coasteering zu den extrem coolen Erfahrungen in unserer Portugalzeit zählen.

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Ebenso war es eine Freude im Rahmen dieser Events die Bekanntschaft mit zwei überaus sympathischen und spontanen Kanadierinnen gemacht zu haben, mit denen wir gestern noch eine gemeinsame Tour um die Insel gemacht haben. Klar ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch auch, dass neun Tage São Miguel mehr als genug sind und wir uns somit sehr auf das Festland und in weiterer Folge auf Coimbra freuen, was sich für uns beide schon fast ein bisschen wie heimkommen anfühlt. Und sofern uns unsere englische Billigfluglinie nicht noch weitere Stunden an Verspätung beschert, dürften wir noch heute Lissabon erreichen und ab morgen wieder in unserem feucht-fröhlichen Nest in Coimbra sein! Juhuuuu! 🙂

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PS:Dieses Gericht nennt sich übrigens Cozido und wird für mindestens 12 Stunden unter der Erde in Gruben durch die Hitze des scheinbar brodelnden Vulkans gekocht. Eine überaus traditionelle und für Azorianer mit Sicherheit auch sehr zu genießende Köstlichkeit, für uns jedoch ehrlich gesagt eher etwas gewöhnungsbedürftig und zu speziell. Aber zumindest haben wir es probiert! 😉

Über Stock und Stein beim Canyoning

Am Samstag durften wir ein weiteres Abenteuer auf dieser überaus inspirierenden Insel erleben, die über weite Strecken hinweg den Anschein macht, als befände man sich fernab von jeglicher Zivilisation, Hektik und Geschäftigkeit. Raum und Zeit gewinnen hier auf jeden Fall eine andere Bedeutung und ich traue mich zu behaupten, äußerst selten an Orten gewesen zu sein, die einen derartig bei sich ankommen lassen. Außer vielleicht in Pusterwald! 😉 Denn interessanterweise erinnert diese Insel, mal abgesehen davon, dass sie sich mitten im Atlantik befindet und somit vom Ozean umgeben ist, aufgrund ihres satten Grüns, der unberührten Natur, der Vielzahl an Kühen auf Wiesen und wohlgemerkt auf Straßen sowie der wenigen Menschen und der beschaulichen Atmosphäre, die hier herrscht, sehr an ein Stück Heimat in Pusterwald! IMG_0682Und obwohl uns die Zeit hier auf São Miguel  Ruhe und Gelassenheit schenkt, so bin ich derzeit höchstmotiviert und genieße es in vollen Zügen Neues auszuprobieren und Sachen zu machen, die es mir ermöglichen mutig zu sein und mich etwas zu trauen! Demnach war auch unsere Canyoning Tour der absolute Wahnsinn!!! Mit zwei großartigen Guides, Paolo und Carlos des Azorean Active Blueberry Teams, die vortrefflich für unser Wohl und unsere Sicherheit sorgten, sowie zwei kanadischen Mädels und einem russischen Genossen ging es über Stock und Stein, zwischen Felsen und Geröll, über fünf Wasserfälle, den Fluss entlang, wodurch wir zum einen die Wildnis São Miguels kennen lernen durften und zum anderen uns selbst vor die eine oder andere Herausforderung stellten! DCIM100GOPROGOPR0210.
Auf jeden Fall blicke ich auf eine Wahnsinnswoche zurück, die sich vor allem durch einen immensen „Adrenalinausschuss“ kennzeichnet. Denn schließlich glaube ich nicht allzu oft von mir behaupten zu können, innerhalb von sieben Tagen in 4000m Höhe aus einem fliegenden Flugzeug gesprungen zu sein, Wale und Delphine in deren natürlichen Lebenswelt beobachtet und sich von Felsen abgeseilt zu haben oder von Klippen in unbekannte Gewässer gesprungen zu sein. Und weil ich gerade so mutig bin, haben wir uns dazu entschieden am Mittwoch noch ein weiteres Abenteuer zu wagen. Das heißt, sofern das Wetter mitspielt, treffen wir uns erneut mit Paolo und Co., diesmal zum Coastering, was auch immer das genau sein wird…Aber soviel ich weiß, ist es eine Kombination aus Klettern und Schnorcheln entlang der Küste. Aber wie gesagt, es steht und fällt mal wieder alles mit dem lieben Wetter. IMG_0461Denn auch wenn es heißt, dass man hier auf den Azoren innerhalb eines Tages alle vier Jahreszeiten erleben kann, so haben wir in den letzten zwei Tagen in erster Linie mit dem, uns so vertrauten herbstlichen Novemberwetter vorlieb nehmen müssen, was leider viel Regen und Nebel mit sich gebracht hat. Aber da Christian und ich derzeit mobil sind und wir mit einem schmucken Smart, der gefühlt wirklich nicht größer als eine Schuhschachtel ist, durch die Gegend fahren, trotzen wir dem dürftigen Wetter und erkunden dennoch diese bezaubernde Insel.

On tour mit Moby Dick

Gestern hatten wir erstmalig in unserem Leben das Vergnügen eine Vielzahl seltener Meeresbewohner, abseits von köstlichen Fischplatten und Paellas in diversen Restaurants kennen zu lernen und diese somit live und direkt vor unseren Augen zu erleben. Auf São Miguel ist es Gang und Gebe und somit auch eine touristische Attraktion sich unter der Aufsicht geschulter Guides und Kapitäne mit Schiffskuttern und Booten aufs offene Meer zu begeben, um dort hautnah diverse Fischarten in deren Lebensräumen zu beobachten. Da wir anfänglich etwas skeptisch waren und ehrlich gesagt nicht erwarteten tatsächlich auf Wale und Co. zu treffen und wir außerdem etwas Bammel vor einer zu stürmischen See und in Folge dessen Sorge um einen flauen Magen und Übelkeit hatten, waren die Gefühle beim Buchen dieses Trips, zumindest in meinem Fall, etwas gemischt. Doch da man nicht allzu oft die Möglichkeit hat mitten am Atlantik Bekanntschaft mit derartig seltenen Tieren zu machen, überwog dann doch die Neugierde und die Vorfreude auf dieses Erlebnis. Und schlussendlich haben sich dieser Trip und die 35€ pro Person absolut gelohnt und wir können auf einen ereignisreichen gestrigen Tag, eine viereinhalbstündige Bootsfahrt bei strahlend blauen Himmel am förmlich idyllischen Atlantik zurückblicken und kamen zusätzlich in den Genuss ganze Scharen von Delphinen, Walfamilien und sogar Meeresschildkröten zu beobachten!!! 🙂 IMG_0220Besonders überrascht waren wir, dass wir gerade einmal zehn Minuten unterwegs waren und schon die ersten Delphine zu sehen bekamen, die frisch fröhlich und überhaupt nicht scheu um unser Boot herum tummelten. Für uns beide ein einzigartiges Schauspiel und eine weitere Besonderheit hier in Portugal sowie ein wunderbarer Einstieg in unseren Urlaub auf den Azoren, der übrigens in bemerkenswerter und noch nie da gewesener Form festgehalten werden kann! IMG_0071Denn da ich von meinen lieben Eltern zu meinem 30er eine überaus geniale Spiegelreflexkamera geschenkt bekommen habe, der es gelingt jeden einzelnen Moment auf eine unglaublich naturgetreue und realitätsnahe Weise einzufangen, kann von nun an alles, was bewegt und unvergesslich bleiben soll, bildhaft dokumentiert und hervorragend festgehalten werden. Und somit auch unsere Bekanntschaft mit den Meeresbewohnern! Für ein weiteres Highlight könnte übrigens bereits heute gesorgt sein. Denn da wir diese Woche erneut einen Geburtstag zu feiern hatten und sich diese Insel hervorragend für weitere Abenteuer anbietet, starten wir heute als Geschenk für Christian erstmalig eine Canyoning Tour quasi quer durch die Wildnis São Miguels. Bleibt nur zu hoffen, dass wir trittsicher und save durch den heutigen Tag kommen – Nervenkitzel, Vorfreude und Aufregung sind auf jeden Fall mit im Gebäck!

I am learning to fly

Hallihallo ihr Lieben, I am back! Seit Dienstagabend befinde ich mich wieder auf portugiesischem Boden, wenn auch nicht direkt am Festland. Genau gesagt sind wir mitten im Atlantik etwa 1300 km westlich von Lissabon und circa 4000 km östlich von New York – auf São Miguel einer der 9 Inseln der portugiesischen Azoren.
Doch bevor ich unseren Reisebericht weiterführe, möchte ich euch vorab von einem Wahnsinnserlebnis des vergangenen Wochenendes beziehungsweise von einem grenzgenialen, phänomenalen und unvergesslichen Highlight meines gesamten Lebens erzählen. Und selbst wenn sich diese bemerkenswerte Erfahrung nicht im Rahmen meiner Auszeit hier in Portugal, sondern in der Heimat zugetragen hat, ist sie dennoch absolut der Rede wert und verdient einen außerordentlichen Platz hier in meinem Blog.
Wie bereits erwähnt, hatte ich vergangenes Wochenende die Freude die Firmpatin meiner Cousine zu sein, wodurch ich nach einem neunwöchigen Break mal wieder österreichische Luft zu schnuppern bekam und das Wochenende in der Heimat verbrachte. Somit hatte ich auch das große Vergnügen Zeit mit meiner Familie zu verbringen, Freunde zu treffen und, Dank des überraschend frühlingshaften Wetters an diesem Wochenende, sowohl die Firmung meiner Cousine als überaus schönes Ereignis zu erleben als auch gleich am Tag darauf ihr Firmgeschenk einzulösen. Doris_Graz_20150531_003Und da meine Cousine über eine immense Portion Abenteuerlust und Mut verfügt und ich dahingehend meine Chance widerte selbiges an den Tag zu legen, haben wir uns dazu entschieden gemeinsam aus 4000m Höhe aus dem Flugzeug zu springen und einen Tandemfallschrimsprung zu wagen. Ja und das war der absolute Hammer und eine der besten Erfahrungen ever, ever, ever!!! Zum einen weil es einfach ein Wahnsinnsgefühl ist völlig konträr zum instinktiven Überlebenstrieb sich von dieser Höhe in die Tiefe zu stürzen, um unmittelbar darauf für über eine Minute lang bei 220km/h im freien Fall zu sein – absolut mindblowing, sag ich nur – und zum anderen weil es unfassbar glücklich macht, an eigene Grenzen zu gehen, loszulassen, mutig zu sein und sich trotz der intensiven Aufregung, etwas zu trauen. Doris_Graz_20150531_012Wirklich, dieses Erlebnis hat mich absolut geflashed und ich kann nur jedem, der ebenso mit dem Gedanken spielt sich waghalsig mit einem Tandempartner aus dem Flugzeug zu werfen, empfehlen: Einfach machen und genießen!!! Und wer weiß, vielleicht gibt es auch für mich ein Revival…:-)
Für jetzt heißt es aber vorerst wieder anzukommen, den Magen zu beruhigen und sich einzustimmen auf die morgige Whale-Watching-Tour am Atlantik, die Christian und ich heute in Ponta Delgada spontan gebucht haben. Ich hoffe somit auf eine ruhige See und überaus aktive Wale, Delfine und sonstige Meeresbewohner, die sich morgen im besten Fall aus sicherer Distanz blicken lassen.

Portugals Venedig

???????????????????????????????Mittlerweile haben wir auch das Venedig Portugals kennen gelernt! Aveiro befindet sich an der Küste etwa 60 km von Coimbra entfernt und ist bekannt für drei Kanäle, die im Herzen der Stadt zusammentreffen. Ein nettes Städtchen, das doch glatt mit Gondeln erkundschaftet werden kann, allerdings mit dem originalen Charme Venedigs natürlich schwer mithalten kann. Dafür sind die Preise jedoch auch nicht nach venezianischem Vorbild gestaltet.
Fantastisch ist auf jeden Fall die Dünenlandschaft am Praia de Mira, ein Strandabschnitt, der sich quasi ums Eck von Aveiro befindet. ???????????????????????????????Eines ist dahingehend jedoch auch klar – mit dem Schwimmen wird dort nix! Denn der Ozean hat an dieser Stelle grimmige Temperaturen und macht somit ausschließlich mit Zehenspitzen oder mit Surfern im Neoprenanzug, die sich leidenschaftlich in die Wellen schmeißen, Bekanntschaft.
Die kommenden Tage bin ich übrigens mal weg und begebe mich auf einen kurzen Abstecher in die Heimat, da ich die Ehre und das Vergnügen habe, Firmpatin meiner Cousine zu sein. Ich packe somit die Sonne oder zumindest ein paar Strahlen ein und wünsche ein schönes Wochenende!
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Von der Unterwelt nach Fátima

Ein weiterer Trip führte uns diese Woche, bedingt durch ein trübes aber dennoch angenehm warmes Wetter, in eine weitere Tropfsteinhöhle Zentralportugals. Die Grutas de Mira de Aire zählen übrigens zu den sieben Naturwundern Portugals und bieten somit ein ähnlich schönes Naturschauspiel wie die Grutas da Moeda, die wir vor etwa einem Monat besucht haben. Besonders eindrucksvoll bei den Höhlen Mira de Aire ist jedoch, dass man im Rahmen der Besichtigung tatsächlich bis zu 110 Meter unter die Erde wandert und dort beachtliche Steingebilde, die mit Licht- und Wasserspielen glanzvoll in Szene gesetzt sind, zu sehen bekommt. IMG_1453Ja und aufgrund der kühlen, feuchten und ebenso düsteren Umgebung fühlt man sich doch tatsächlich der Unterwelt ein Stück näher, die von den Portugiesen übrigens auch dazu genützt wird, Weinfässer aus ganz Portugal zu lagern. Denn aufgrund der beständigen Temperatur und dem konstanten Schutz vor Wind und Wetter eignen sich die Höhlen hervorragend, um den vorzüglichen Wein Portugals entsprechend reifen zu lassen. Somit schön zu wissen wo mein Vinho Tinto seine besondere Note erhält! 😉 Im Anschluss machten wir noch einen weiteren Abstecher, diesmal nach Fátima, einer der wohl bekanntesten Wahlfahrtsorte Europas. ??????????????????????????????? Ja und ausgerechnet am Tag unseres Besuches am 13. Mai feierte man dort den 98. Jahrestag der Marienerscheinungen. Selbstverständlich lockte dieses Ereignis hunderttausende Pilger und Gläubige aus aller Welt an, wodurch ganz schön was los war. Zumindest stieg uns bereits beim Aussteigen aus dem Auto der Geruch von Weihrauch und Kerzen in die Nase, der sich über die gesamte Stadt gelegt hatte. Und auch wenn die offiziellen Feierlichkeiten bereits geendet hatten, tummelten sich dennoch sämtliche Pilgergruppen am Platz vor der Wahlfahrtskirche, die dort ihr finales Ziel erreicht zu haben schienen. Für uns ein interessanter, wenn zum Teil auch etwas befremdlicher Anblick…schön war es dennoch!

Queimas dos Fitas 2015 und wir mitten drin

Seit vergangenen Freitag finden in Coimbra die alljährlichen und, angeblich über die Grenzen Portugals hinausgehend, bekannten Feierlichkeiten Queimas dos Fitas statt – ein Fest der allgegenwärtigen Studenten Coimbras, die im Zuge dessen das Ende des Semesters feiern (selbst wenn die finalen Prüfungen noch bevor stehen) und all jene ehren, die mit Abschluss dieses Jahres auch den Abschluss ihres Studiums in der Tasche haben. Die Uni ist in diesen Tagen übrigens geschlossen, wodurch sich die Studenten ausgelassen den Feierlichkeiten hingeben können. Ja und damit befindet sich ganz Coimbra regelrecht im Ausnahmezustand!
Eröffnet wurde die Festivalwoche am Freitag pünktlich (und das heißt was für portugiesische Verhältnisse ;-)) um Mitternacht, indem sich eine riesige Menschenscharr rund um die alte Kathedrale versammelt hatte und gespannt auf den Auftakt der Feierlichkeiten wartete. IMG_1353Selbstverständlich waren auch Christian und ich mit von der Partie im Glauben, dort einen stimmungsvollen Einblick in die temperamentvolle Kultur Portugals zu gewinnen und einen abwechsungsreichen Abend zu erleben. Dem war dann allerdings nicht wirklich so… Denn was uns nach einer 60 minütigen Wartezeit stehend innerhalb einer dichtgedrängten Menschenmasse erwartete, war ein 90 minütiger Fadogesang, dem stillschweigend und andächtig gelauscht wurde. Für viele Studierende angeblich ein überaus emotionaler Augenblick, für uns hingegen und das trotz unseres ausgeprägten Interesses an hiesigen Traditionen, ein eindrucksvoll langweiliger Moment, der gefühlt nicht und nicht vergehen wollte und der erst durch den Sangria und die Bekanntschaft einer spanischen Erasmusstudentin, die von dieser Feierlichkeit ebenso wenig angetan war wie wir, etwas lebhafter wurde. Hier zumindest ein kleiner Ausschnitt dieses berauschenden Abends ;-):

So ehrwürdig und gediegen Queimas dos Fitas auch begonnen hat, so sehr sank dann in den Tagen darauf das Niveuau dieser  Feierlichkeiten. Denn seit Freitag wird in dieser Stadt mittlerweile mehr schlecht als recht gefeiert und ohne Ende Party gemacht. Ein  dennoch recht amüsantes Highlight fand am Sonntag statt, als Studenten auf geschmückten Kleinlastwägen durch die Straßen Coimbras zogen gratis Bier sowie andere alkoholische Getränke an Passanten verteilten, feierten und sich selbst sowie anderen laufend Bierduschen verabreichten. Da dabei Plastikbecher, Bierdosen und sonstiger Müll selbstverständlich und bedenkenlos an Ort und Stelle fallen gelassen wurden und das ganze Specktakel vom frühen Nachmittag bis in die Morgenstunden andauerte, war eine regelrechte Verwüstung der Stadt quasi vorprogrammiert. Zumindest erinnerte die Altstadt mehr an ein Festivalgelände als an ein historisches Juwel. Hinzu kam, dass es in den vergangenen Tagen in Coimbra dann auch noch so richtig sommerlich warm  wurde und demnach kann man sich  vorstellen wie ekelig zum Teil auch noch heute der Geruch in der Stadt ist. Vor allem weil die Parade am Sonntag ja nicht das einzige ausgelassene Zusammentreffen der Studenten war. IMG_1385Ganz im Gegenteil. Tagtäglich oder besser gesagt „Nachtnächtlich“ finden in dieser Woche Konzerte, Parties und sonstige Orgien statt, von denen man eher den Eindruck hat, das diese lediglich darauf abzielen sich so rasch wie möglich zu betrinken und bloß nicht den entsprechenden Alkoholspiegel zu verlieren. In diesem Ausmaß ehrlich gesagt doch sehr krass oder vielleicht auch nur schon etwas zu lange her! 😉 Das bunte Treiben findet auf jeden Fall noch bis Freitag statt und dann wird es wohl um die Studenten wieder etwas ruhiger werden. Denn auch Christian befindet sich ab nächster Woche im Endspurt seines Semesters, was wiederum für ihn bedeudet sich nochmals anständig reinzuhauen und mir die Möglichkeit gibt mich wieder ausgiebig der portugiesischen und englischen  Sprache zu widmen!

Geburtstagsausklang an der Algarve

Wir haben meinen runden Geburtstag in Albufeira nicht nur ausgiebig gefeiert, sondern auch die wunderbare und sehr charakteristische Landschaft der Algarve, und durchaus auch Sonne, Strand, Meer und super gutes Essen in Form von diversen Fischvariationen genossen. Es war wirklich ein überaus gelungener Kurzurlaub, der es mir auch ermöglicht hat, ich glaub erstmalig in meinem Leben, bereits Anfang Mai am und man beachte, sogar im Meer gewesen zu sein. Das Wasser war zwar noch schweinekalt und es hat mir einiges an Überwindung gekostet unterzutauchen und ein paar Runden zu schwimmen, aber dennoch kann ich bereits mit Stolz von mir behaupten, die portugiesische Küste und den Atlantik gebührend begrüßt zu haben.

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Da wir, wie ich ja schon erwähnt habe, an meinem Geburtstag leider weniger Glück mit dem Wetter hatten, haben wir uns am Nachmittag auf den Weg gemacht und dem westlichsten Punkt Europas am Cabo de São Vicente einen Besuch abgestattet. Dort sind wir nicht nur in den Genuss der letzten Bratwurst vor Amerika gekommen (dort steht tatsäch ein einsamer aber überaus origineller Würstelstand, belagert von in erster Linie deutschsprachigen Touristen ;-)),  sondern es erwartete uns auch eine bereits vertraute und somit nach wie vor unglaublich eindrucksvolle und faszinierende Landschaft, die einen glauben lässt man befände sich tatsächlich am Ende der Welt…

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Als letztes Ausflugsziel haben wir im Rahmen unserer Reise im südlichen Portugal auch das Städtchen Evora besucht, das vor allem durch einen bezaubernden und historischen Stadtkern besticht, der ebenso zum UNESCO Kulturerbe zählt. Schade nur, dass es in Portugal Gang und Gebe ist, dass Autos an noch so verwinkelten Plätzen und in noch so schmalen Gassen, die bei uns mit Sicherheit zur Fußgängerzone erklärt worden wären, mit überhöhter Geschwindigkeit vorbei sausen, sodass ein idyllischer, gemütlicher und zum Teil auch ungefährlicher Spaziergang nur schwer möglich ist, da man sich laufend auf irgendwelche Gehsteigkanten retten oder an Eingangstüren in Sicherheit bringen muss . Tja, aber auch das gehört mittlerweile zum Daily Business, leider auch in Coimbra!

PS: Damals und heute…mit 24 am Cabo de São Vicente im Portugalurlaub im Jahr 2009 und mit frischen 30 Jahren ebenso am selben Ort im Jahr 2015, natürlich viel erfahrener! 😉

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