Eigentlich wollte ich euch ja von unserem hammergenialen Wochenende berichten, doch da ist uns soeben eine andere Geschichte dazwischen gekommen, die aufgrund ihrer Skurrilität einfach vorher erzählt werden muss. Ein ausführlicher Wochenendbericht folgt dann dafür in den kommenden Tagen. 😉 Soeben sind wir von unserem wöchentlichen Marktbesuch in Adawso zurückgekehrt und nach dieser Taxifahrt kann man es kaum glauben, dass wir es tatsächlich geschafft haben, auch wieder heil heimgekommen zu sein.
Denn das die Taxis und prinzipiell die Autos hier Ghana nicht unbedingt mehr den aktuellsten Sicherheitsstandards entsprechen, habe ich ja bereits erwähnt, aber das Gefährt, das uns heute über Stock und Stein in die nächste Ortschaft kutschiert hatte, hat wirklich nochmals alles übertroffen. Und zwar nicht nur, weil es aufgrund des bereits fortgeschrittenen und überhöhten Anteils an massiven Rost an allen Ecken und Enden einen überaus antiken Touch hatte, es kaum noch Spuren von einer Innenverkleidung gab, die Decke bereits am Herunterbrechen war und unterhalb des Lenkrades lediglich eine Vielzahl an bunter Kabel zu sehen war, sondern auch weil es bereits nach fünf Minuten Fahrtzeit mitten auf der Straße, zwischen den abgrundtiefen Schlaglöchern liegen geblieben ist, was ja bei den bereits beschriebenen und vorherrschenden Straßenverhältnissen hier in Ghana auch nicht wirklich verwunderlich ist.
Und während wir eigentlich damit gerechnet hätten unseren Weg nun zu Fuß fortsetzen zu müssen oder zumindest auf das nächste Taxi zu warten, hat sich innerhalb kürzester Zeit herausgestellt, dass neben unserem Taxifahrer MacGyver alt ausgesehen hätte. Denn nachdem dieser die Motorhaube mit einem Ast direkt aus dem Busch von nebenan gestützt hatte und nur wenige Minuten am Motor oder „Woauchimmer“ herum geschraubt hatte, von dort ein riesiges Teil „Wasauchimmer“ ausgebaut hatte, fuhr die Kiste die kommenden fünf Minuten, unter einem dröhnenden, förmlich rauchenden und nach Öl riechenden Motor weiter bis sie erneut liegen geblieben ist beziehungsweise aufgrund der aktuellen Steigung am Zurückrollen war. Und spätestens als der Taxilenker Toni einen mächtigen Stein in die Hand drückte, den sie doch bitte während dem Fahren hinter den Reifen legen solle, damit das Auto zum Stehen komme, war klar: hier müssen wir raus!!! Und somit sind war auf das nächste Taxi umgestiegen, das uns dann doch relativ zügig und auf jeden Fall save zum Markt nach Adowso gebracht hat. Schräg nur, dass sich auch die Taxifahrt auf unserer Heimreise sehr amüsant gestaltete.
Denn diese bestritten wir dieses Mal zu neunt und zwar in einem KIA, dessen Größe etwa der eines VW Golfs entsprach. Während also Elsa und Toni sowie zwei andere Damen und ein weiteres Kind auf der Rückbank Platz nahmen, es sich im offen stehenden Kofferraum ein junger Mann gemütlich machte, teilte ich mir mit einem älteren Herrn den Vordersitz. Und da aufgrund der Vielzahl an Personen und des somit übermäßigen Gewichtes der Antrieb des Autos bei den Steigungen nicht mehr mitspielte, fuhren wir über weite Strecken im Retourgang eben rückwärts bergauf. Zum Schreien und auf jeden Fall ein absolutes Abenteuer! Und wie gesagt, passiert ist nix und es geht uns gut! Somit schicke ich abenteuerliche Grüße aus Ghana! 🙂
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Nachdem nun die ersten beiden Wochen hier in Ghana vorüber sind, heißt es für mich mal ein zwischenzeitliches Resümee zu ziehen. Und das soll ruhig auch etwas kritischer ausfallen. Denn während ich im Laufe der ersten Woche doch sehr gepushed war durch eine immense Portion Aufregung und Freude darüber hier zu sein und so viel Neues kennen zu lernen, so haben sich mittlerweile auch die Herausforderungen des hier zu bewältigenden Alltages eingestellt und bemerkbar gemacht. Zwar möchte ich festhalten, dass ich nach wie vor sehr glücklich darüber bin hier zu sein und ich wirklich jeden Moment dieses Abenteuers schätze und genieße, aber dennoch merke ich, dass ich persönlich auch ganz schön gefordert werde und mir durchaus so manche Facette des ghanaischen Alltages zusetzt.
Der zu allererst zu erwähnende, für mich jedoch keineswegs überraschende Punkt ist ganz klar, die Sache mit dem Essen. Denn da wir wirklich relativ unregelmäßig zu essen und dann auch noch ausschließlich traditionelle Speisen serviert bekommen, die in erster Linie aus Reis, kartoffelartigen Wurzeln und fischaromareichen Suppen oder Saucen bestehen und die mit einer Würze oder Schärfe versehen sind, die uns Schweiß und Tränen heraus treiben, liegen die Nerven bei mir oftmals blank. Vor allem auch deshalb weil Genussmittel wie Schokolade und Alkohol oder auch Muntermacher wie Kaffee, die sonst über so manches hinwegtrösten, schlichtweg nicht zur Verfügung stehen. Zumindest nehme ich derzeit ausschließlich Essen zu mir, um einigermaßen satt zu werden. Der Genuss bleibt dabei leider förmlich zur Gänze auf der Strecke. Und das ist für mich, wo ich doch sonst jedes Mahl beinahe wie ein Fest zelebriere, eine krasse Erfahrung.
Ebenso herausfordernd gestalten sich hier oft unsere Nächte, in denen es aufgrund der oftmals undefinierbaren Tierlaute recht turbulent und vor allem laut zugehen kann. Denn man kann sich sicher sein, im Viertelstundentakt bellt in der Umgebung irgendwo entweder ein Hund, kräht ein Hahn, meckert eine Ziege, zwitschert ein Vogel oder zirbt eine Grille, wobei dies eh noch das beschaulichste aller nächtlichen Geräusche ist. Fakt ist auf jeden Fall auch, dass sobald die Sonne aufgeht, auch die „Nachtruhe“ vorüber ist. Und das ist hier in Ghana um etwa 04.30 Uhr. Denn spätestens dann laufen die Tiere zu Höchstformen auf, was wiederum durch frühmorgendliche Gesänge oder sonstiges Getratsche von Seiten der Dorfbewohner unterstützt wird, die bereits zu diesem Zeitpunkt beginnen ihrer täglichen Arbeit im Haus oder im Hof nachzugehen. Ja und auch das gestaltet sich für mich als sonst so begnadete Langschläferin als recht gewöhnungsbedürftig. Außerdem juckt und beißt ständig irgendetwas, sei es ein Moskitostich, Dreck oder Schweiß. Und damit komme ich auch schon zu den hygienischen Bedingungen und „sanitären“ Anlagen, die echt auch nicht ohne sind und zu denen lediglich eine Freiluftdusche zählt, in der wir uns mit Regenwasser, dass in Tonnen und Kübeln gesammelt wird waschen und ein Plumpsklo, dass in guten Zeiten etwa 4000 Fliegen beherbergt, stinkt wie Sau und natürlich nicht abzuschließen ist. Besonders klass also, wenn sich direkt davor laufend zehn bis fünfzehn Dorfbewohner herumtummeln, die miteinander plaudern oder einfach nur rumstehen und schauen. Privatsphäre oder dergleichen gibt es hier übrigens prinzipiell keine!
Irgendwer ist immer da oder zumindest sind laufend Stimmen zu hören und Gesänge oder Trommeln wahrzunehmen. Aber gut, auch das ist eine Erfahrung, die spannend ist. 😉 Ja und dann macht uns oft auch noch die Hitze zu schaffen, die vor allem auch auf unseren Kreislauf drückt und sehr ermüdend wirkt. Super also, dass Kaffee hier kein Thema ist! 😉
Ihr seht also, so cool diese Zeit hier auch ist, es gibt so einiges, das mich fordert und auch dazu veranlasst über mich hinauszuwachsen.
Und dennoch steht fest, dass vor allem die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen, das Lachen und fröhliche Gemüt der Kinder und die Tatsache hier wirklich einen wertvollen und nützlichen Beitrag zu leisten vieles wett machen und schon gar nicht daran zweifeln lassen für den Moment hier völlig richtig zu sein.
Ps: Diese Wochenende steht übrigens unser nächster Trip an…juhuuu!!! 🙂 Abgesehen davon sind wir mittlerweile zu dritt, da wir bereits am Dienstag Verstärkung von Toni bekommen haben, die für die nächsten vier Wochen hier in Kwamekrom mit von der Partie sein wird!
Mir ist gerade eingefallen, dass ich euch bisher noch nicht von unserer Shoppingtour in Adawso erzählt habe, die wir bereits am Dienstag unternommen haben. Denn einmal in der Woche findet in einem der nahegelegenen Dörfer, eben in Adawso, ein Markt statt, der Einheimische aus der gesamten Umgebung anlockt und somit auch unser Interesse weckte. Oder besser gesagt war dies unsere Chance zu grundlegenden Notwendigkeiten wie Wasser, Klopapier, Guthaben für Internet und dergleichen zu kommen. Ja und im Zuge dessen hat sich uns Ghana ebenso von einer überaus bunten, freundlichen, herzlichen und aufregenden Seite präsentiert. Denn nachdem sich Elsa und ich ein Taxi geleistet hatten, dessen Fahrttauglichkeit aufgrund des äußeren überaus desolaten Erscheinungsbildes mehr als überraschte, da Autos wie diese in Europa nicht einmal mehr im tiefsten Rumänien vorzufinden sind,
wurden wir von einem bunten Treiben fröhlicher Ghanaer, die sich am Markt herumtummelten förmlich in Empfang genommen. Denn klarerweise sind zwei Weiße oder auch zwei „Obruni“, wie die Ghanaer uns nennen, eher eine Seltenheit. Auf jeden Fall haben wir uns eingedeckt mit super köstlichen und frischen Früchten, die wir bei uns im Supermarkt noch eher im unreifen Zustand vorfinden, Flip Flops zu unfassbar günstigen Preisen und typischen afrikanischen Stoffen in allem Farben, mit denen wir uns eventuell im Laufe der nächsten Wochen gleich hier vor Ort etwas schneidern lassen. 🙂 Retour ging es dann übrigens zu siebent (!) ebenso im Taxi und erneut über Stock und Stein und das meine ich wirklich
so, denn die Hauptstraße hier zu den nächsten Dörfern ähnelt bei uns eher Waldwegen, von denen man meinen würde, hier ginge es nicht weiter, was das Verreisen in Ghana auch in Zukunft noch sehr abenteuerlich machen wird. 🙂
Das ghanaische Schulsystem sieht scheinbar vor, dass mehrmals die Woche nach dem Unterricht Workshops veranstaltet werden, in denen sich die Kinder und Jugendlichen sowohl kreativ als auch sportlich betätigen können. Zumindest ist dies in der Bright Star International School Kwamekrom so der Brauch. Dahingehend wird ein recht breites Angebot gestellt, dass von sportlichen Aktivitäten, über Nähkurse bis hin zu ….wait for it, ich kann mein Glück nämlich kaum fassen…AFRO Danceworkshops reicht!!!
Ja und alle, die mich kennen wissen, dass gerade wenn es um Tanz und dann auch noch dazu um Tanz zu Trommelmusik geht, mein Herz gleich höher schlägt. Auf jeden Fall habe ich den heutigen Tanzmäusen einen Besuch abgestattet, die zu original afrikanischer Trommellivemusik ihre Hüften schwangen – ein Traum!!! Und da ich heute aufgrund der Wucht an Energie, Temperament und einem unsagbaren Rhythmusgefühl der Mädels weder aus dem Staunen noch aus dem Fotografieren heraus gekommen bin, habe ich mir zumindest für das nächste Mal fest vorgenommen mit von der Partie zu sein und somit auch ein paar der Mädels davon überzeugen
können, mir dann auch entsprechende Moves und Choreos beizubringen. Mal schauen was meine mittlerweile in die Jahre gekommene Afroleidenschaft noch her gibt! 🙂
Mit heutigem Tag habe ich bereits meinen ersten Schultag auf afrikanischem Boden erfolgreich hinter mich gebracht und das gleich als Lehrerin an vorderster Front! 😉 Denn da der Lehrer einer dritten Schulstufe ausgefallen oder schlichtweg nicht aufgetaucht ist, hatten Elsa und ich das Vergnügen sofort ins kalte Wasser zu springen und den heutigen Unterricht spontan zu gestalten und alleine abzuhalten. Ja und das stellte sich dann doch als große Herausforderung dar. Denn leider hatten wir und tragischerweise auch die Schüler selbst wenig bis keinen Plan, was genau in den letzten Wochen unterrichtet wurde. Somit hieß es für uns improvisieren und dies gestaltete sich aufgrund des afrikanischen Temperaments, einer englischen Sprache, die für mich nach wie vor viel Interpretationsspielraum offen lässt und den doch sehr zu hinterfragenden ghanaischen Bildungsstandards ganz schön zach. Vor allem hätte ich doch glatt gedacht, dass Kinder in Ghana das wertvolle Gut Bildung noch mehr zu schätzen wissen, als Kinder in Österreich. Aber siehe da, in Sachen Desinteresse, Demotivation, Unruhe und Ungeduld steht man sich scheinbar um nichts nach. Beeindruckend und absolut erzählenswert war jedoch das sich täglich wiederholende Willkommensritual am Morgen, bei dem sich alle Schüler vor dem Schulgebäude versammeln und gemeinsam den Schultag einleiten, indem sie miteinander beten, auf das Heimatland schwören und bei Pauken und Trompeten und zum Teil mit der Hand auf dem Herzen die ghanaische Nationalhymne singen. Und das war wirklich berührend, vor allem wenn man bedenkt, dass die meisten von uns die österreichische Nationalhymne lediglich grölend und textunsicher in diversen Fußballstadien zum Besten geben. Auf jeden Fall wird immer deutlicher, dass die Ghanaer über ein immenses Identitäts- und vor allem auch Traditionsbewusstsein verfügen, was wirklich beeindruckend und von Tag zu Tag Lust auf mehr macht!
PS: Fotos kann ich heute leider keine mehr hochladen, denn dafür ist die Internetverbindung gerade zu schlecht…vielleicht klappts ja morgen wieder! 🙂
Akwaaba oder Willkommen in Ghana heißt es für mich seit Freitagnacht! Und gleich mal vorweg: Es geht mir sehr gut!!! 🙂 Denn nachdem ich die mühselige Stunde des Abschiedes von Zuhause, meine emotionale Unsicherheit am Zwischenstopp in Frankfurt überwunden hatte und ich in Accra glücklicherweise mit meinem gesamten Gebäck gut gelandet bin, dort auch einwandfrei und relativ zügig die Pass- Impf- und Zollkontrolle hinter mir gelassen hatte, wurde ich förmlich überwältigt von der glühend heißen Sonne Afrikas, der würzigen ghanaischen Luft, einer lauten und kunterbunten Atmosphäre und unzähligen lachenden Gesichtern sowie freundlichen und hilfsbereiten Menschen, die sich am und rund um den Flughafen tummelten. Auf jeden Fall musste ich nicht lange warten und schon wurde ich abgeholt von Isaac, Rock und Kofi, drei Jungs, die ebenso an der Schule beschäftigt sind und für das Projekt arbeiten. Ja und später am Abend trudelte dann auch noch Elsa aus Österreich ein, deren Reiseroute eine andere war und die bereits zum dritten Mal das Projekt in Kwamekrom besucht und an der Schule mitarbeitet. Ihr seht, ich bin also nicht alleine! 🙂
Kwamekrom, das ist übrigens das Dorf, in dem wir uns befinden und das liegt in der Eastern Region in Ghana etwa zwei Stunden von Accra entfernt. Und für alle, die uns auf Google Maps suchen wollen: Viel Glück! Denn Kwamekrom ist derartig klein und unscheinbar, das wird bisher noch nicht einmal von Google erfasst. Man kann sich also vorstellen, wie aufregend sich die Fahrt vom Flughafen bis ins Dorf für mich gestaltet hat. Zuerst ein immenses Verkehrschaos in der Stadt, tausende hupende Autos, buntes Treiben links und rechts, unzählige Straßenverkäufer, die zwischen den Autos umher laufen und die Speisen und Getränke verkaufen. Und schließlich wurde es von Kilometer zu Kilometer dunkler und ruhiger, ungewohnte Tierlaute wurden immer deutlicher und die Straßen holpriger sowie versehen mit unfassbaren Schlaglöchern, bis wir schlussendlich irgendwo im Wald oder der Wildnis angelangt waren, wo sich nach einiger Zeit auch unser Dorf auftat, das im Grunde lediglich eine Straße darstellt, mit links und rechts ein paar Häusern und eben der Schule. Uns vertraute Spuren von Zivilisation, Technik und gewohnte Standards wie Strom und fließendes Wasser gibt es hier kaum bis gar nicht. Umso aufregender waren auch die ersten Eindrücke früh morgens, als ich durch das Meckern der Ziegen, das Krähen der Hähne und das temperamentvolle Singen und laute Sprechen der Dorfbewohner geweckt wurde. Auch heute lausche ich bereits seit ein paar Stunden den stimmungsvollen Gesängen und Trommeln, die von den sonntäglichen Kirchbesuchern – und das ist das gesamte Dorf – zu hören sind. 
Es ist wirklich als wäre ich in einer anderen Welt, wo Zeit, Raum und Miteinander völlig anders definiert werden. Vor allem bin ich überwältigt von der Herzlichkeit, Offenheit und Nähe der Menschen. Diese Intensität erlebt man selbst in südlichen Ländern Europas nicht und dürfte wirklich etwas ganz besonderes hier in Afrika oder zumindest hier in Ghana sein. Ich bin auf jeden Fall nach wie vor sehr gespannt, neugierig und aufgeregt, was wir so erleben und welche weiteren Erfahrungen wir machen werden. Nach den ersten Eindrücken bin ich jedoch zuversichtlich und ich freue mich riesig darüber hier zu sein, diese völlig neue Welt und fremde Kultur kennenlernen zu dürfen und fürs erste auch darüber, dass ich den Mut hatte, diesen Schritt zu setzen. In diesem Sinne waka, waka und bis bald!
Nachdem wir in Mailand nochmals einen wunderbaren Sightseeingtrip erleben durften und uns vor allem der Mailänderdom sowohl aufgrund seiner Wucht und beeindruckenden Architektur als auch aufgrund der vielen Stufen in beachtliche Höhen förmlich den Atem raubte, machten wir noch einen Abstecher auf die EXPO, die alljährliche Weltausstellung, die wie schon erwähnt, heuer im Norden Italiens in Mailand zu Gast ist. Dort präsentieren sich derzeit rund 140 unterschiedliche Nationen zum Thema „Feeding the planet. Energy for life“.
Und das auf eine vielseitige und amüsante Art und Weise. Vor allem erfüllte es uns mit Stolz, dass sich Österreich einfach, aber sehr authentisch, originell und souverän dargestellt hat, sodass wir laufend lange Warteschlangen beim Eingang des Österreichhauses beobachten konnten und diese natürlich auch selbst erlebten. Für uns derzeit jedoch noch kein Problem, denn das Warten sind wir nach wie vor von Portugal gewohnt! 😉 Da wir Mailand am Ende unserer Reise als großes Highlight erlebten, den Besuch eines solchen Doms einfach nichts mehr toppen kann (also da waren wir wirklich beeindruckt und das heißt was, nachdem wir in den letzten Monaten gefühlte 100 Kirchen, Kathedralen oder Basilika besichtigt haben :-)) und wir mit dem Besuch der EXPO, aufgrund der Vielfalt an sich dort präsentierenden Nationen, das Gefühl hatten quasi einmal um den gesamten Globus gereist zu sein, haben wir uns dazu entschieden direkt von Mailand die Heimreise anzutreten. Und je näher wir Österreich kamen, sich die Berge auftaten und die Straßen immer vertrauter wurden, umso richtiger fühlte sich dieser Schritt an. Und somit darf ich nun offiziell verkünden: Wir sind Zuhause und dabei drauf und dran wieder anzukommen und dieser unglaublich schönen, aufregenden und abwechslungsreichen Zeit einen Platz zu geben. Für mich war dieses Abenteuer auf jeden Fall eines der größten und ich freue mich unglaublich dies auf so eindrucksvolle Art und Weise erlebt haben zu dürfen, nun gesund und munter wieder österreichische Luft zu schnuppern und endlich auch ein „Häckchen“ unter meinem langersehnten Auslandswunsch machen zu können. Wobei ganz ist das Projekt „Ausland“ noch nicht vom Tisch. Denn ich habe mich dazu entschieden einen weiteren langersehnten Traum wahrzumachen.
Im Zuge dessen wird es mich ab Mitte Oktober für zwei Monate nach Ghana verschlagen, um in einem Sozialprojekt mitzuarbeiten. Und so sich im Dschungel eine weitgehend stabile Internetverbindung herstellen lässt, habe ich vor auch meine afrikanischen Erlebnisse mit zu dokumentieren und wenn ihr Freude daran habt, mit euch zu teilen. Aber vorerst heißt es mal wieder Österreich, Heimat und die Besonderheiten dieses Landes, die man vor allem in der Ferne wieder sehr zu schätzen lernt (das ist also definitiv kein Klischee :-)) zu erleben und voll und ganz zu genießen. Und das mit wohlig warmen Erinnerungen an eine große Zeit, ein wunderbares Portugal und ein unvergessliches Coimbra! Ein großes DANKE an all jene, die mich auf dieser besonderen Reise in Gedanken oder mit Worten begleitet haben! Und jetzt freue ich mich auf ein Wiedersehen! 🙂

