Die fünfte Woche meines Ghana Aufenthaltes neigt sich bereits dem Ende und somit ist auch schon mehr als die Hälfte unserer Zeit hier vorüber. Und interessanterweise hatte sich für mich pünktlich zur Halbzeit ein bemerkenswertes Tief eingestellt, was mit Sicherheit und in erster Linie daran lag, dass ich seit dem Wochenende gesundheitlich leider ganz schön lädiert bin und ich von Halsweh, Schnupfen und unangenehmen nächtlichen Hustenattacken heimgesucht werde. Und somit wird für mich auch deutlich, dass ich nicht nur was meinen Energiehaushalt und mein psychisches Wohlbefinden anbelangt recht gefordert bin, sondern auch körperlich nahe meiner Grenzen komme. Zumindest stelle ich nach wie vor fest, dass mir zum einen die drückende Hitze Afrikas sehr zusetzt, mit dem ich jedoch so überhaupt nicht gerechnet habe, da ich sonst eine absolute Sonnenanbeterin bin und ich den Sommer über alles genieße, vor allem dann wenn er richtig heiß und eben klassisch sommerlich ist, und zum anderen macht mir ebenso auch die mittlerweile überaus einseitige und unregelmäßige ghanaische Kost sehr zu schaffen. Aber gut, das überrascht mich, wie schon mal erwähnt, eher weniger! Auf jeden Fall glaube ich, dass gerade diese beiden Faktoren wesentlich dazu beitragen, dass mein Immunsystem und meine Abwehrkräfte gerade nicht unbedingt die Besten sind und ich demnach ziemlich groggy bin, sodass Elsa und Toni den Unterricht in dieser Woche zum Teil alleine zu schupfen hatten, da ich zwischenzeitlich eben immer wieder flach lag. Mühsam ist dahingehend dann auch, dass selbst wenn ich mich in unser Zimmer zurückziehe, um mich etwas auszukurieren, ich einerseits aufgrund der Hitze, ständig das Gefühl habe jeden Moment sterben zu müssen und andererseits, ich mittlerweile echt auch genervt bin durch den permanenten Lärmpegel hier. Ich weiß nicht, wie oft ich bereits in Gedanken oder im Halbschlaf das Fenster geschlossen habe und immer und immer wieder stelle ich fest, dass es nicht dicht ist. Aber gut, wie auch?! Denn unser Fenster besteht lediglich aus einem Moskitonetz und einer Konstruktion von einer Art Plastikvertäfelung oder so, die jedoch jedes Geräusch, angefangen von brüllenden Kindern über streitende Erwachsene, singende und grölende Kirchbesucher bis hin zu den lästigen Tieren, durchlässt und somit die Phasen der Erholung recht spärlich werden lässt. Zum Glück trudelte diese Woche genau zum richtigen Zeitpunkt bereits mein zweites „care packet“ mit Leckereien aus Österreich ein, das, ganz zu unserer Verblüffung lediglich drei anstelle der erwarteten sechs bis acht Wochen, unterwegs war. IMG_2341Zwar wurden mir beide Pakete, die ich von Christian und Mama erhalten habe, bereits geöffnet in die Hände gedrückt, was in Ghana scheinbar so üblich ist, da die Post von den Behörden vorab kontrolliert und im Bedarfsfall wahrscheinlich auch halbiert wird. In meinem Fall jedoch, glaube ich, das wertvolle Gut, angefangen von Müsliriegel über Nüsse bis hin zu Kekse und Knäckebrot vollständig erhalten zu haben. Und somit gehe ich doch mehr oder weniger gestärkt ins Wochenende! 🙂